Buch-Tipps
© nomen-verlag.de
Erich Schöndorf "Das Projekt"
online bei "amazon.de" bestellen!
Mehr zum Thema Umwelt auf der Sonnenseite:
|
Artikel 8 von 81
:: Das Projekt
Was blüht Amerika, wenn es seinen Raubtierkapitalismus immer mehr von der Leine lässt? Erich Schöndorf, der Ankläger im berühmten Frankfurter Holzschutzmittel-Prozess, gibt in seinem neuen Umwelt-Thriller eine authentische und daher warnende Antwort: Die Entwicklung eskaliert und mündet in einen neuen Terrorismus.Der
hat mit dem westlichislamischen Konflikt nichts mehr zu tun. Es ist ein
interner Terrorismus, bei dem die Verlierer des eigenen Lagers die
Regie übernommen haben. Farmer, die von den Agro-Multis mittels
Gentechnik in den Ruin getrieben wurden; Menschen, denen das Recht auf
Arbeit verwehrt wird und eine junge Intelligenz, die den Hokus-Pokus
der Globalisierung als Vorwand zum Plündern des Planeten durchschaut
und sich um ihre Zukunft betrogen sieht.
Dieses Klientel hat Hochschulen besucht und nicht etwa Koranschulen. Folglich sind Sprengstoffgürtel und Autobomben passé. Der neue Terrorismus ist Hightec-Terrorismus. Die Kombination von intelligenten und verzweifelten Hirnen gebiert wahnwitzige Ideen. Was das konkret heißt, soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden.
Der Plot der Story ist tabu. Zur Orientierung aber schon ein paar Hinweise: Man könnte die These von der Unverwundbarkeit von Flugzeugträgern hinterfragen und zur Auffassung gelangen, dass die Riesenschiffe so unverwundbar gar nicht sind. Vor allem wenn sie im Hafen liegen, wo sie auf ihre hochseebewährte Eskorte verzichten müssen und wo ein kleiner Torpedo schon die Chance hat, an das Munitionsmagazin zu gelangen. Oder der neue Terrorismus verlässt die Schiene der archaischen Machtproben und besinnt sich auf die Möglichkeiten, die der Mikrokosmos bereit hält. Die Gifte der Riffbewohner, der Seeanemonen, Schwämme oder Kegelschnecken, haben im Nanogrammbereich mehr Zerstörungskraft als 1000 Tonnen Dynamit. Man benötigt nur noch ein trojanisches Pferd, das die toxische Fracht ins Ziel transportiert.
Vielleicht weisen auch unsere kleinsten Killer neue Wege. Nicht die im Rahmen der Biowaffen-Diskussion sattsam abgehandelten Anthrax- oder Pockenerreger. An sie kommen auch die cleversten Terroristen nur schwer heran. Die Evolution gibt uns da die entscheidenden Hinweise. Beispielsweise mit dem Aids-Virus oder dem Vogelgrippe-Virus, deren Variabilität und Kommunikationsfreudigkeit sie für eine einschlägige Nachbehandlung empfiehlt, um sie endgültig scharf zu machen.
Hochtechnische Systeme haben zudem offene Flanken, die bisher von sämtlichen Beteiligten schlicht ignoriert wurden. Beispielsweise die Wasserversorgung der Großstädte. Die eine oder andere könnte für die westlichen Verlierer interessant sein. New York etwa als Heimat der Wall-Street oder L.A. als Symbol für den amerikanischen Traum oder Las Vegas, das Domizil der Verschwendung. Wenn Hightec in diese Schwachstellen stößt, erscheint alles möglich.
Diese Konstellationen machen deutlich, dass uns in Sachen Terrorismus ein Quantensprung ins Haus steht. Der 11. September wäre dann nur die Ouvertüre gewesen. DAS PROJEKT schildert die Machbarkeit der terroristischen Apokalypse unter den Bedingungen des wissenschaftlich-technischen Fortschritts. Sein Plot ist noch fiktiv. Die Bausteine sind es schon nicht mehr.
Zum Autor:
Der Autor ist Professor an der Fachhochschule in Frankfurt am Main, wo er Umweltrecht und öffentliches Recht lehrt. Zwischen 1977 und 1996 war er als Staatsanwalt in der Mainmetropole tätig und vertrat im berühmten Holzschutzmittel-Prozess, dem längsten und aufwendigsten deutschen Umweltverfahren, die Anklage. Während der über 10 Jahre dauernden Ermittlungen musste der Autor tief einsteigen in die Disziplinen der Toxikologie, Chemie, Biologie und Medizin. Ein echtes Zweitstudium, wie Erich Schöndorf immer wieder betont. Das aber war notwendig, um gegen die Elite der Anwälte und die Creme der gekauften Gutachter zu bestehen.
Der Holzschutzmittel-Prozess hat dem Autor seinerzeit eindrucksvoll vor Augen geführt, dass die Entschlüsselung der unsichtbaren Welt der Moleküle, Zellen und Mikroorganismen sowie die darauf basierende Möglichkeit der Manipulation der entsprechenden bio-chemischen Vorgänge, gänzlich neue Türen öffnet – zum Guten wie zum Bösen hin. Erich Schöndorf wäre nicht 20 Jahre lang engagierter Staatsanwalt gewesen, wenn ihm dabei nicht auch die destruktiven, verbrecherischen Nutzungen der neuen Erkenntnisse interessiert hätten. Wozu Menschen fähig sind, wenn nur die Bedingungen stimmen, hat er lange genug hautnah erleben dürfen. Weil seine apokalyptischen Visionen authentisch belegt sind gilt der Autor heute als Experte für die Beurteilung strafrechtlich relevanter Risiken wissenschaftlich-technisch organisierter Gesellschaften.
Dieses Klientel hat Hochschulen besucht und nicht etwa Koranschulen. Folglich sind Sprengstoffgürtel und Autobomben passé. Der neue Terrorismus ist Hightec-Terrorismus. Die Kombination von intelligenten und verzweifelten Hirnen gebiert wahnwitzige Ideen. Was das konkret heißt, soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden.
Der Plot der Story ist tabu. Zur Orientierung aber schon ein paar Hinweise: Man könnte die These von der Unverwundbarkeit von Flugzeugträgern hinterfragen und zur Auffassung gelangen, dass die Riesenschiffe so unverwundbar gar nicht sind. Vor allem wenn sie im Hafen liegen, wo sie auf ihre hochseebewährte Eskorte verzichten müssen und wo ein kleiner Torpedo schon die Chance hat, an das Munitionsmagazin zu gelangen. Oder der neue Terrorismus verlässt die Schiene der archaischen Machtproben und besinnt sich auf die Möglichkeiten, die der Mikrokosmos bereit hält. Die Gifte der Riffbewohner, der Seeanemonen, Schwämme oder Kegelschnecken, haben im Nanogrammbereich mehr Zerstörungskraft als 1000 Tonnen Dynamit. Man benötigt nur noch ein trojanisches Pferd, das die toxische Fracht ins Ziel transportiert.
Vielleicht weisen auch unsere kleinsten Killer neue Wege. Nicht die im Rahmen der Biowaffen-Diskussion sattsam abgehandelten Anthrax- oder Pockenerreger. An sie kommen auch die cleversten Terroristen nur schwer heran. Die Evolution gibt uns da die entscheidenden Hinweise. Beispielsweise mit dem Aids-Virus oder dem Vogelgrippe-Virus, deren Variabilität und Kommunikationsfreudigkeit sie für eine einschlägige Nachbehandlung empfiehlt, um sie endgültig scharf zu machen.
Hochtechnische Systeme haben zudem offene Flanken, die bisher von sämtlichen Beteiligten schlicht ignoriert wurden. Beispielsweise die Wasserversorgung der Großstädte. Die eine oder andere könnte für die westlichen Verlierer interessant sein. New York etwa als Heimat der Wall-Street oder L.A. als Symbol für den amerikanischen Traum oder Las Vegas, das Domizil der Verschwendung. Wenn Hightec in diese Schwachstellen stößt, erscheint alles möglich.
Diese Konstellationen machen deutlich, dass uns in Sachen Terrorismus ein Quantensprung ins Haus steht. Der 11. September wäre dann nur die Ouvertüre gewesen. DAS PROJEKT schildert die Machbarkeit der terroristischen Apokalypse unter den Bedingungen des wissenschaftlich-technischen Fortschritts. Sein Plot ist noch fiktiv. Die Bausteine sind es schon nicht mehr.
Zum Autor:
Der Autor ist Professor an der Fachhochschule in Frankfurt am Main, wo er Umweltrecht und öffentliches Recht lehrt. Zwischen 1977 und 1996 war er als Staatsanwalt in der Mainmetropole tätig und vertrat im berühmten Holzschutzmittel-Prozess, dem längsten und aufwendigsten deutschen Umweltverfahren, die Anklage. Während der über 10 Jahre dauernden Ermittlungen musste der Autor tief einsteigen in die Disziplinen der Toxikologie, Chemie, Biologie und Medizin. Ein echtes Zweitstudium, wie Erich Schöndorf immer wieder betont. Das aber war notwendig, um gegen die Elite der Anwälte und die Creme der gekauften Gutachter zu bestehen.
Der Holzschutzmittel-Prozess hat dem Autor seinerzeit eindrucksvoll vor Augen geführt, dass die Entschlüsselung der unsichtbaren Welt der Moleküle, Zellen und Mikroorganismen sowie die darauf basierende Möglichkeit der Manipulation der entsprechenden bio-chemischen Vorgänge, gänzlich neue Türen öffnet – zum Guten wie zum Bösen hin. Erich Schöndorf wäre nicht 20 Jahre lang engagierter Staatsanwalt gewesen, wenn ihm dabei nicht auch die destruktiven, verbrecherischen Nutzungen der neuen Erkenntnisse interessiert hätten. Wozu Menschen fähig sind, wenn nur die Bedingungen stimmen, hat er lange genug hautnah erleben dürfen. Weil seine apokalyptischen Visionen authentisch belegt sind gilt der Autor heute als Experte für die Beurteilung strafrechtlich relevanter Risiken wissenschaftlich-technisch organisierter Gesellschaften.
Quelle:
Nomen Verlag 2006
Nomen Verlag 2006
|
Artikel 8 von 81
















